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Dienstag, 25. Juni 2013

Mit dem Esel in den Spanien-Urlaub

  Es ist mal wieder Reisezeit. Endlich. Und weil der deutsche Sommer mal wieder zu wünschen übrig lässt, zieht es uns wieder in den Süden - der Sonne entgegen.
Wer sich dabei nach Südwest richtet - Richtung Spanien also - empfehle ich mein kleines Ebook 


Es befasst sich mit den 400 spanischen Wörtern, die mehr als 80 Prozent eines spanischen Textes ausmachen und bestimmt 90 Prozent dessen, was Spanier miteinander sprechen.
Ich habe mir dabei die Mühe gemacht, jedem spanischen Wort eine Eselsbrücke zu bauen, über die es bequem zu seiner deutschen Übersetzung geht.
Mit diesen 400 Wörtern wird man zwar noch kein Sprachgenie, aber es wird helfen, die Spanier besser zu verstehen - und ihre Sorgen. Und ihr Stolz. Diese Spanier werden froh sein, einen deutschen Touristen vor sich zu haben, der ihnen "mit wenigen Worten" beweist, dass er sich für Land und Leute aktiv interessiert.

In der rechten Leiste findet ihr den Link meines Ebooks direkt zu Amazon.
Übrigens: Ihr könnt Ebooks von Amazon nicht nur im Kindle lesen. Es gibt für alle Smartphones und Pads inzwischen kostenlose Apps von Amazon, mit denen die Ebooks gelesen werden können.

Und noch eines zum Schluss:
Auch meine Familien-Saga, "Munin- die Eulenträgerin", findet zum Großteil in Andalusien statt. Nun ist die Saga zwar kein Reiseführer und weit davon entfernt, nur Freundliches und Angenehmes zu berichten - dazu wird in der Geschichte zu viel getötet. Trotzdem: Dass dieses Land es verdient hat geliebt zu werden, ist das mediterrane "Hintergrundrauschen", in den die Geschichte meiner Familie eingebettet ist.

Freitag, 24. Mai 2013

Nicht geschaffen für das Idyll

Bald werden mehr Menschen in Städten wohnen als auf dem flachen Land. Und dabei wird es wohl nicht bleiben. Ist es wirklich immer nur die schiere Not, die Menschen dorthin treibt, wo es Arbeit geben soll? Vielleicht sind wir für "das Idyll" einfach nicht geboren? Weil das zwar oft schon genauso künstlich ist wie die Asphaltschluchten unserer Städte aber viel anstrengender darin zu leben. Ohne Kino, ohne Supermarkt um die Ecke, ohne Dönerbuden und Currywurst-Stände.
Wenn Bären die Wahl haben, ziehen sie die Mülltonnen menschlicher Siedlungen den schönsten und weitesten Jagdgründen vor. Möwen würden sich nur noch auf den Abfallhalden der Städte herumtreiben. 
Gibt es wirklich eine artgerechte Haltung? Ist der Ruf der Wildnis ein Märchen amerikanischer Schriftsteller und deutscher Romantiker? Soll man indigene Völker wirklich in ihrem Steinzeit-Märchen belassen?
Wer weiß das schon?
  
Rudolpho Duba / pixelio.de

Mittwoch, 15. Mai 2013

Die Schamanen von einst sind die Professoren von heute und nicht unsere Pfaffen

  Schamanismus ist - so habe ich es in meinem letzten Post geschrieben - womöglich ein zu großes Wort, um auch von naturwissenschaftlich gebildeten Menschen ernst genommen werden zu können. Mehr noch: bedauerlicherweise verstellt der Umstand, dass der Schamanismus heutzutage von Esoterik-Kreisen vereinnahmt wurde, ihren Blick auf die so offensichtliche Tatsache, dass der Schamanismus der Urahn jeglicher Wissenschaft ist. 
Im Bereich der heilerischen Tätigkeit wird das wohl niemand ernsthaft in Frage stellen. Der erste, der sich an dieses komplizierte Feld je gewagt hat, war der Schamane. Aber genauso wenig wie der einzelne Wissenschaftler fertig und vollkommen vom Himmel gefallen ist - mit all seinem Wissen und seinen Fähigkeiten -, so wenig gab es auch den "universellen" Schamanen, den allwissenden, alle anderen überragenden Geist. Nein. Der Schamane war - und ist es dort noch heute -, wo Menschen isoliert von der "Zivilisation" leben, der Träger des kollektiven Wissens einer archaischen Gesellschaft ohne schriftliche Aufzeichnungen. Quasi eine lebende Bibliothek, deren Inhalt - vielleicht nur einmal im Leben des Schamanen - "kopiert" wurde und wird, um dann in seinem Schüler weiterzuleben.
Der Schamane war am Anfang bestimmt der Hüter des Feuers, war d e r Jäger, der die besten Jagdgründe in der Umgebung des Dorfes kannte, weil sein Dorf ihn zum langfristigen kollektiven Gedächtnis auserwählt hat. War auch der auserwählte erste Braumeister, der erste Käser. 
Bis dann die kulturellen Leistungen so vielfältig wurden, bis Arbeitsteilung notwendig und das ein oder andere schamanische Wissen "outgesourct" wurde an andere Stammesmitglieder, die dann diesen Teil einst schamanischen Wissens an ihre Nachkommen oder ihre Schüler weitergegeben haben.
Die großen Wissensfelder aber blieben beim Schamanen und fanden über einen geradlinigen Weg über Bettelmönche, Klosterbrüder, Absolventen von Ingenieursschulen schließlich Eingang in die Universitäten. Die "kleinen" Wissensfelder dagegen landeten irgendwann in den Zünften und schließlich in der Industrie.
Der Schamane war damals das, was heute das Professorenkollegium einer Universität ist. Und Schamanismus ist in unseren Tagen das vernetzte Wissen aller Universitäten dieses Planeten.
Also ziemlich weltlich das Ganze und gar nicht esoterisch!
Und trotzdem so überirdisch groß und erhaben.

Montag, 13. Mai 2013

Schamanismus ist nichts Überirdisches

Schamanismus. Vielleicht ist das einfach nur ein zu großes Wort, um auch von naturwissenschaftlich gebildeten Menschen ernst genommen werden zu können.Oder haben wir es den "modernen" Schamanen, die Kapital aus ihren vermeintlichen Fähigkeiten schlagen wollen, zu verdanken, dass sich seitdem zwei Lager aufgetan haben: die Fans und Jünger dieser für sie zur Ersatzreligion aufgestiegenen "Dienstleistung" auf der einen Seite und die Kritiker und "Ungläubigen" auf der anderen.
Dabei geht es doch nur um die ganz "normalen" Dinge, die in Menschen stecken, um ihre Kräfte und Fähigkeiten, die sie haben - oder haben könnten, wenn sie auf diese Ressourcen zurückgreifen würden.
Selbstheilungskräfte, zum Beispiel, Wissen, das zum allergrößten Teil kollektives Wissen ist, an das der Einzelne über Lehrer und Lehrmeister herankommt. Oder, wenn nicht an das Wissen selbst, dann doch an die Erungenschaften dieses Wissens durch Fachleute. Ärzte, etwa, Schreiner und Schneider..
Und schon ist der Nimbus des Übernatürlichen weg - und trotzdem bleibt das Edelste, was dieses Universum hervorgebracht hat: Das Wissen dieser edelsten aller Lebensformen und ihre kulturellen Leistungen.
Nennen wir es Schamanismus.
Es ist das, was über jeden Einzelnen von uns hinausweist, was uns "transzendiert".
Aber nennen wir es auf keinen Fall Gott.
Denn dies ist nicht aus der gelangweilten und langweiligen Allmacht und Allwissenheit eines solchen Wesens entstanden, sondern es ist entstanden aus dem Streben eines unvollkommenen Lebewesens, in der Zuversicht, sich damit immer und immer wieder selbst zu erhöhen, sich zu verbessern, sich zu begreifen - und alles andere um ihn herum gleich mit.

Donnerstag, 25. April 2013

Hattie-Studie: Frontalunterricht oft besser als reformpädagogische Lernformen

... So ergeben sich beispielsweise für die „Direkte Instruktion“, häufig von akademischen und schulischen Ausbildern als „Frontalunterricht“ abgehlehnt, bei einer gut geplanten, komplex angelegten und sachgerecht vernetzten Verwendung nach allen empirischen Untersuchungen sehr positive Wirkungswerte.
Andererseits zeigen die  Maßnahmen eines „Offenen Unterrichts“ sowie andere reformpädagogisch angelegte Lernformen oft nur vergleichsweise schwache Wirkungen auf die kognitiven Leistungen der Lernenden ...
Das ist einer der zentralen Erkenntnisse  der Hattie-Studie, der größten jemals über Schule und Schulsysteme gemachten Studie,  eine Metastudie, die mehr als 150.000 Einzelstudien mit 250 Millionen Schülern ausgewertet hat.
Schulformen erwiesen sich als genauso unwichtig wie es Klassengrößen waren.
Dreh- und Angelpunkt guten Unterrichtes sei der Lehrer.

Hattie weiter: Für Lehrerinnen und Lehrer ergibt  bei der Gestaltung des Unterrichts, wenn sie nachhaltige Wirkungen auf die Lernenden haben wollen, nicht nur eine begleitende, sondern eine aktiv gestaltende Aufgabe. Entscheidend ist dabei weniger die jeweilige Lehrerpersönlichkeit, sondern vielmehr das konkrete Lehrerhandeln und dessen Wirkung auf die Lernenden.
Im Zentrum der Schlussfolgerungen stehen folgende Themenkomplexe:
  • Unterrichtsplanung in kollegialer Kooperation aus der Perspektive der Lernenden
  • Diagnose, Evaluation, Feedback
  • komplexe Verstehensleistungen durch die Verwendung wirksamer Lern- und Lehrstrategien
  • Qualität der Unterrichtsformen und des unterrichtlichen Handelns der Lehrpersonen
Die Regulierungen in Deutschland, die alle auf Strukturreform setzen, sind deshalb  nicht nur für die Katz sondern schlicht kontraproduktiv. Stattdessen müsste die Ausbildung der Leherer im Vordergrund stehen und müsste grundlegend reformiert werden. 
Und eine Prüfung sollte darin integriert sein, die die Eignung des Lehrers für seinen Beruf feststellen soll.
Und plötzlich erinnern wir uns alle wieder daran, dass vor allem unfähige Lehrer das eigentliche Problem unserer Schulzeit waren, und dass es die fähigen Lehrer waren, die mit ihrem spannenden Unterricht die Grundlage unseres Wissens gelegt haben.

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Mittwoch, 24. April 2013

Unbedingt einmal ansehen: "Monsanto, mit Gift und Genen"


"Monsanto, mit Gift und Genen" ist ein Film aus dem Jahr 2008, der über die Ausbreitung von genmanipuliertem Saatgut und die damit einhergehende Beherrschung des Nahrungsmittelmarktes durch Monsanto berichtet, was bis heute seine Aktualität leider nicht verloren hat, ganz im Gegenteil. Es geht nämlich längst auch um unser Trinkwasser!Es ist inzwischen vom Kampf der Landwirte um ihre Unabhängigkeit längst zu einem Kampf um die Kontrolle des Lebensmittelmarktes durch einzelne profitorientierte Privatunternehmen geworden, der jeden Einzelnen von uns angeht.
Hier geht es zum Video
Wer die Kernaussagen lieber lesen will, kann dies im Wikipedia tun
Wenn Euch auch mulmig zumute wird, ob dieser merkwürdigen und gefährlichen Entwicklungen, dann tut etwas dagegen!
Zum Beispiel eine Petition im Bundestag einreichen. Dort muss sich dann jemand um Euer Anliegen kümmern. Und wenn mehrere Petitionen zum selben Thema eintreffen, erlangen sie mehr Gewicht.
Im Zeitalter des Internets und der Smartphones geht das in wenigen Schritten. Startpunkt hier! 
Wir können die Welt bewegen. Wir müssen nur wollen.

Montag, 22. April 2013

Frau Holle - eine Schamanin

  Kikeriki, die Goldmarie ist wieder hie!
Wer kennt nicht wenigstens noch diesen einen Spruch aus "Frau Holle"? Dass dieses Märchen viel mit Schamanismus zu tun hat, wissen wohl die Wenigsten. Was auch daran liegen könnte, dass sich die meisten Menschen eine falsche Vorstellung von Schamanismus machen. Schnell kommen da Assoziationen hoch wie "Woodoo", Zauberei, Quacksalberei. Gut möglich, dass der Schamanismus daran selbst die Schuld trägt. 
Der moderne Schamanismus, zumindest, der "privatisierte"! Denn überall dort, wo Privatpersonen agieren, wird es über kurz oder lang mehr um Profit gehen als um die Sache selbst. Und wer seinen Profit erhöhen will, muss dazu die Werbetrommel rühren, und immer dann, wenn die Sache selbst keinen Nutzen liefert,  muss Zauberei ihn ersetzen - oder muss Angst den Umsatz der wirkungslosen Sache schüren.
Religionen und Sekten - Tempel - waren und sind in vielen Ländern noch heute solche Profitunternehmen.
Ganz anders der ursprüngliche Schamanismus. Der Schamane war der "öffentlich bestellte" Rat seines Dorfes, der Hüter der Weisheit. Der Hüter des Feuers. Ein Mann, oder eine Frau war er - nicht selten aber auch ein Zwitterwesen -, der, die oder das, weil er, sie oder es mehr vom Leben wusste als andere, diese anderen bei ihrer "Menschwerdung" begleitete.
Initiationen nennt man diese Punkte, an denen der Mensch in seiner Entwicklung durch eine neue Pforte tritt: Kindheit, Jugend, Erwachsensein, Alter, Tod, Geburt. Der Schamane ist der Hohepriester dieser Initiations-Rituale. Und er hilft die Fragen zu beantworten, die alle Menschen aller Kulturkreise seit möglicherweise 30.000 Jahren schon stellen: Wer bin ich? Was ist der Sinn des Lebens? Wo führt es mich hin?
Wenn auch diese Fragen immer ohne Antwort bleiben müssen, wird eine ungestellte Frage dabei beantwortet: Wie gehe ich den rechten Weg?
Zurück zu Frau Holle. Hier findet das ungeliebte Stiefkind seinen rechten Weg - durch mehrere Initiationen in einer Anderswelt - und kehrt als Goldmarie von ihren "Lehr-und Wanderjahren" zurück. 
Dass uns bei der Suche nach dem rechten Weg immer die freie Wahl bleibt, erzählt dabei die Geschichte der Pechmarie.
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