... So ergeben sich beispielsweise für die „Direkte Instruktion“, häufig von akademischen und schulischen Ausbildern als „Frontalunterricht“ abgehlehnt, bei einer gut geplanten, komplex angelegten und sachgerecht vernetzten Verwendung nach allen empirischen Untersuchungen sehr positive Wirkungswerte.
Andererseits zeigen die Maßnahmen eines „Offenen Unterrichts“ sowie andere reformpädagogisch angelegte Lernformen oft nur vergleichsweise schwache Wirkungen auf die kognitiven Leistungen der Lernenden ...
Das ist einer der zentralen Erkenntnisse der Hattie-Studie, der größten jemals über Schule und Schulsysteme gemachten Studie, eine Metastudie, die mehr als 150.000 Einzelstudien mit 250 Millionen Schülern ausgewertet hat.
Schulformen erwiesen sich als genauso unwichtig wie es Klassengrößen waren.
Dreh- und Angelpunkt guten Unterrichtes sei der Lehrer.
Hattie weiter: Für Lehrerinnen und Lehrer ergibt bei der Gestaltung des Unterrichts, wenn sie nachhaltige Wirkungen auf die Lernenden haben wollen, nicht nur eine begleitende, sondern eine aktiv gestaltende Aufgabe. Entscheidend ist dabei weniger die jeweilige Lehrerpersönlichkeit, sondern vielmehr das konkrete Lehrerhandeln und dessen Wirkung auf die Lernenden.
Im Zentrum der Schlussfolgerungen stehen folgende Themenkomplexe:
- Unterrichtsplanung in kollegialer Kooperation aus der Perspektive der Lernenden
- Diagnose, Evaluation, Feedback
- komplexe Verstehensleistungen durch die Verwendung wirksamer Lern- und Lehrstrategien
- Qualität der Unterrichtsformen und des unterrichtlichen Handelns der Lehrpersonen
Und eine Prüfung sollte darin integriert sein, die die Eignung des Lehrers für seinen Beruf feststellen soll.
Und plötzlich erinnern wir uns alle wieder daran, dass vor allem unfähige Lehrer das eigentliche Problem unserer Schulzeit waren, und dass es die fähigen Lehrer waren, die mit ihrem spannenden Unterricht die Grundlage unseres Wissens gelegt haben.
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