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Montag, 30. September 2013

Es geht nicht mehr Richtung Horizont sondern nur noch vom Abgrund weg

"Wir empfinden in zunehmendem Maße Entfremdung. Hinzukommt, dass wir keine Hoffnung mehr in den Fortschritt setzen. Deshalb spreche ich von rasendem Stillstand. In den fünfziger Jahren gab es auch rasante Beschleunigung, aber gleichzeitig Hoffnung. Heute glaubt die Elterngeneration zum ersten Mal seit 25 Jahren nicht mehr, dass es ihren Kindern einmal besser gehen wird. Sie hofft allenfalls, es möge nicht viel schlechter werden. Deshalb laufen wir nicht mehr auf einen Horizont zu, sondern vom Abgrund weg, und das macht uns kollektiv krank. Die Anstrengung hat keinen Sinn."

Hartmut Rosa, Professor für Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena.

Dienstag, 17. September 2013

Die neue Welt muss androgyn sein

  John Wayne braucht keinen Arzt. Diese Aussage wahrer Kerle und echter Kerlinne hat nicht nur den Charme blauen Grases, weiter Prärien, von Sattelleder und Lagerfeuerromantik. Sie erzählt vielmehr vom wahren Leben: Ein wahrer Kerl braucht keinen Arzt, er ist einer! Und nicht nur sein eigener. Wolfgang, mein Hausarzt, hat dieses Phänomen mal so auf den Punkt gebracht: "Ich und Grippeimpfung? Niemals! Ich sage mir, du wirst nicht krank, und dann werde ich auch nicht krank."
Insofern scheint mir der wahre Grund, warum Männer viel seltener und später zum Arzt gehen, folgender zu sein: Sie therapieren sich selbst. Weil nur, wer sich selbst hilft, auch Gott hilft. Logo.
Mädels scheinen da weniger gottesfürchtig zu sein, dafür ne ganze Ecke gurufürchtiger, wozu wiederum Männer weniger neigen, weil sie das 1. Gebot einfach bierernst nehmen: Du sollst keine fremden Götter neben dir haben, ermahnen sie sich immer wieder zur eigenen Omnipotenz und fügen hinzu: Schweige stille Mensch und bedenke, dass du Gott bist.
Und dann ist da noch die Sache mit dem Risiko - das Männer eher eingehen, nicht nur im Bereich ihrer Gesundheit. Nein, auch und vor allem zum Wohle der Menschheit. Denn wer sonst als solche Männer sollten das 50. Stockwerk eines Wolkenkratzer hochziehen - freischwebend zwischen Himmel und Erde oder Stromtrassen knüpfen bis zu den Waschmaschinen dieser Welt?
Bevor das hier zu einem Kampf der Geschlechter ausartet, biete ich lieber schnell mal meine Synthese an, die ich ja lebe, wie jeder weiß, der mich in meinen Romanen kennengelernt hat: 
Diese Welt wird erst wieder einen gewaltigen Schritt vorwärts machen, wenn sich ihre Protagonisten auf ihre weibliche u n d ihre männliche Seite erinnern und beider Seiten Ressourcen gleichermaßen ausschöpfen.
Es wäre der nächste konsequente Schritt nach dem ersten. Der erste Schritt war, die beiden Hälften auseinanderzudividieren, um mit dem männlichen Part auszuloten, was die Welt im Innersten zusammenhält - und mit dem weiblichen Part, wie durch Empathie das Zusammenleben verbessert werden kann.
Jetzt kann das wieder zusammengeführt werden, und zwar so, dass vor allem das Gute der beiden Seiten zum Tragen kommt. 
Also: Werdet ein Hermaphrodit (wie ich), werdet ein Androgyn, der in sich das Gute aus beiden Welten vereint -, aber weniger das Besondere, das Sonderbare, das für die andere Hälfte Unbegreifliche, das sie so lange "entzweit" hat.

Eure Munin
Foto: Thomas Max Müller / pixelio.de

Samstag, 27. Juli 2013

Ebooks kostenlos

Heute und morgen sind meine beiden Ebooks
 "Die schlafende Göttin"
 und
 "Der Tod der Göttin",
zwei Teile einer vierteiligen Romantacy kostenlos bei Amazon zu beiziehen.
Die Links sind in der rechten Seitenleiste zu finden.

Viel Spaß beim Lesen

Donnerstag, 4. Juli 2013

Spaß machts doch nur mit Boys

Hallo Mädels. Spaß macht es doch nur mit Boys, oder nicht? Damit will ich nicht behaupten, dass manche Mädels auch Spaß an Mädels haben können.
Aber alle die, die auf  Jungs stehen, merken schnell, dass Jungs auf Dauer nur zu ertragen sind, wenn sie wahre Kerle sind.
Da Jungs jedoch nicht als wahre Kerle auf diesem Planeten aufschlagen - von Frau Holle gebacken nach unseren Wünschen - müssen sie das erst noch werden.
Wenn euch Mädels dieser natürliche Prozess aber einfach zu langsam vonstatten gehen sollte, dann hilft nur eines:
Besorgt ihm das Ebook:
" ... unmännlich ist - oder wie Jungs Ordnung in die Welt bringen"!
Es ist die Bibel der Kerl-Werdung, die euren Boys alles austreiben wird, was zu ganzen Kerlen einfach nicht dazu gehört: langweilig sein, ängstlich, wehleidig, ...
Die 110 Schwächen von Jungs werden in dieser Bibel behandelt und in Stärken umgewandelt.
Aber niemals mit erhobenem Zeigefinger - so etwas wäre auf dem Weg der Kerl-Werdung kontraindiziert! Stattdessen kommt es mit viel Witz und jede Menge Selbstironie daher.

Wie Ihr sie dazu bringt, diese Kerl-Werdungs-Bibel zu lesen - außer durch die Androhung von Sex-Entzug? Indem Ihr sie mit dem Zusatznutzen ködert, den dieses Ebook mitliefert.
Ganz nebenbei lernen nämlich eure Boys ein Merksystem, mit dem sie Ordnung in ihr Leben, in ihr Wissen, in ihre Finanzen und in vieles mehr bringen können.
Ein wahrer Kerl - und auch noch strukturiert.
Was wollt ihr mehr?
Zum Amazon-Link geht es hier
oder ihr geht hier in meinem Blog ans Ende der rechten Seitenleiste. Auch dort geht es direkt zu Amazon.

PS: Auch Verflossenen könntet Ihr dieses Ebook hinterherschicken - mit dem Vermerk: "Schade, dass du dieses Buch offensichtlich nie gelesen hast!

Dienstag, 25. Juni 2013

Mit dem Esel in den Spanien-Urlaub

  Es ist mal wieder Reisezeit. Endlich. Und weil der deutsche Sommer mal wieder zu wünschen übrig lässt, zieht es uns wieder in den Süden - der Sonne entgegen.
Wer sich dabei nach Südwest richtet - Richtung Spanien also - empfehle ich mein kleines Ebook 


Es befasst sich mit den 400 spanischen Wörtern, die mehr als 80 Prozent eines spanischen Textes ausmachen und bestimmt 90 Prozent dessen, was Spanier miteinander sprechen.
Ich habe mir dabei die Mühe gemacht, jedem spanischen Wort eine Eselsbrücke zu bauen, über die es bequem zu seiner deutschen Übersetzung geht.
Mit diesen 400 Wörtern wird man zwar noch kein Sprachgenie, aber es wird helfen, die Spanier besser zu verstehen - und ihre Sorgen. Und ihr Stolz. Diese Spanier werden froh sein, einen deutschen Touristen vor sich zu haben, der ihnen "mit wenigen Worten" beweist, dass er sich für Land und Leute aktiv interessiert.

In der rechten Leiste findet ihr den Link meines Ebooks direkt zu Amazon.
Übrigens: Ihr könnt Ebooks von Amazon nicht nur im Kindle lesen. Es gibt für alle Smartphones und Pads inzwischen kostenlose Apps von Amazon, mit denen die Ebooks gelesen werden können.

Und noch eines zum Schluss:
Auch meine Familien-Saga, "Munin- die Eulenträgerin", findet zum Großteil in Andalusien statt. Nun ist die Saga zwar kein Reiseführer und weit davon entfernt, nur Freundliches und Angenehmes zu berichten - dazu wird in der Geschichte zu viel getötet. Trotzdem: Dass dieses Land es verdient hat geliebt zu werden, ist das mediterrane "Hintergrundrauschen", in den die Geschichte meiner Familie eingebettet ist.

Freitag, 24. Mai 2013

Nicht geschaffen für das Idyll

Bald werden mehr Menschen in Städten wohnen als auf dem flachen Land. Und dabei wird es wohl nicht bleiben. Ist es wirklich immer nur die schiere Not, die Menschen dorthin treibt, wo es Arbeit geben soll? Vielleicht sind wir für "das Idyll" einfach nicht geboren? Weil das zwar oft schon genauso künstlich ist wie die Asphaltschluchten unserer Städte aber viel anstrengender darin zu leben. Ohne Kino, ohne Supermarkt um die Ecke, ohne Dönerbuden und Currywurst-Stände.
Wenn Bären die Wahl haben, ziehen sie die Mülltonnen menschlicher Siedlungen den schönsten und weitesten Jagdgründen vor. Möwen würden sich nur noch auf den Abfallhalden der Städte herumtreiben. 
Gibt es wirklich eine artgerechte Haltung? Ist der Ruf der Wildnis ein Märchen amerikanischer Schriftsteller und deutscher Romantiker? Soll man indigene Völker wirklich in ihrem Steinzeit-Märchen belassen?
Wer weiß das schon?
  
Rudolpho Duba / pixelio.de

Mittwoch, 15. Mai 2013

Die Schamanen von einst sind die Professoren von heute und nicht unsere Pfaffen

  Schamanismus ist - so habe ich es in meinem letzten Post geschrieben - womöglich ein zu großes Wort, um auch von naturwissenschaftlich gebildeten Menschen ernst genommen werden zu können. Mehr noch: bedauerlicherweise verstellt der Umstand, dass der Schamanismus heutzutage von Esoterik-Kreisen vereinnahmt wurde, ihren Blick auf die so offensichtliche Tatsache, dass der Schamanismus der Urahn jeglicher Wissenschaft ist. 
Im Bereich der heilerischen Tätigkeit wird das wohl niemand ernsthaft in Frage stellen. Der erste, der sich an dieses komplizierte Feld je gewagt hat, war der Schamane. Aber genauso wenig wie der einzelne Wissenschaftler fertig und vollkommen vom Himmel gefallen ist - mit all seinem Wissen und seinen Fähigkeiten -, so wenig gab es auch den "universellen" Schamanen, den allwissenden, alle anderen überragenden Geist. Nein. Der Schamane war - und ist es dort noch heute -, wo Menschen isoliert von der "Zivilisation" leben, der Träger des kollektiven Wissens einer archaischen Gesellschaft ohne schriftliche Aufzeichnungen. Quasi eine lebende Bibliothek, deren Inhalt - vielleicht nur einmal im Leben des Schamanen - "kopiert" wurde und wird, um dann in seinem Schüler weiterzuleben.
Der Schamane war am Anfang bestimmt der Hüter des Feuers, war d e r Jäger, der die besten Jagdgründe in der Umgebung des Dorfes kannte, weil sein Dorf ihn zum langfristigen kollektiven Gedächtnis auserwählt hat. War auch der auserwählte erste Braumeister, der erste Käser. 
Bis dann die kulturellen Leistungen so vielfältig wurden, bis Arbeitsteilung notwendig und das ein oder andere schamanische Wissen "outgesourct" wurde an andere Stammesmitglieder, die dann diesen Teil einst schamanischen Wissens an ihre Nachkommen oder ihre Schüler weitergegeben haben.
Die großen Wissensfelder aber blieben beim Schamanen und fanden über einen geradlinigen Weg über Bettelmönche, Klosterbrüder, Absolventen von Ingenieursschulen schließlich Eingang in die Universitäten. Die "kleinen" Wissensfelder dagegen landeten irgendwann in den Zünften und schließlich in der Industrie.
Der Schamane war damals das, was heute das Professorenkollegium einer Universität ist. Und Schamanismus ist in unseren Tagen das vernetzte Wissen aller Universitäten dieses Planeten.
Also ziemlich weltlich das Ganze und gar nicht esoterisch!
Und trotzdem so überirdisch groß und erhaben.
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