Dass die Polkappen abschmelzen - und zwar komplett, ist sicher! Die Frage ist nur, wie lange dieser Vorgang dauert? Am Ende wird der Meeresspiegel 73 Meter höher sein als heute, und nichts mehr wird so sein, wie es heute ist. In schon 200 Jahren oder erst in 500, das ist die einzige noch offene Frage.
In diesem Jahrhundert dürfen wir fest mit mindestens 30 Zentimetern Höherstand rechnen. Vielleicht wird es aber auch schon ein Meter sein.
Betrifft nur irgendwelche Atolls und weitere bedauernswerte Südseeinseln mitsamt ihren Insulanern? Weit gefehlt. Alle Küstenstädte würde das in den Phasen von Springfluten schon ins Verderben treiben. Manhattan, Miami Vice, St. Louis .... Ohne zusätzliche Maßnahmen würden weite Teile der Niederlande da schon absaufen. Venedig genauso.
Wenige Meter später - deutlich unter zehn - trifft es auch London, Paris, ja selbst Berlin. Bangladesch!
Damit geht der Menschheit aber nicht nur Siedlungsraum flöten. Denn gerade in diesen Niederungen haben Flüsse die fruchtbarsten Böden hinterlassen. Große Teile der wichtigsten Anbaugebiete gehen verloren, Hungersnöte vorprogrammiert. Und militärische Auseinandersetzungen um die anderen Gebiete werden beginnen.
Florida: unter Wasser. Sämtliche Küstenstädte am Mittelmeer: Rom, Barcelona, Florenz ... Weite Teile Norddeutschlands, die Rheinebene: unter Wasser. Süßwasser wird dabei zu Brackwasser, das für die Trinkwasserversorgung dann wohl verloren ist.
Für die Mittelmeeranrainer gäbe es sogar eine Sonderlösung: einen Damm, der die Meerenge von Gibraltar schließen würde. Für etwa 300 Milliarden Euro wäre der zu haben. Nur, ob die Zeit noch reicht, um dieses größte jemals von Menschen errichtete Bauwerk rechtzeitig fertigzustellen, führt zur Anfangsfrage zurück. 200 Jahre würden dazu nicht ausreichen!
Und eines wird immer klarer, wobei ich als Schamanin mit diesem Spruch weniger anfangen kann als die Christen um mich herum: Nach uns die Sintflut.
Wie wahr.
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