Einen interessanten Artikel habe ich kürzlich gelesen, der mich schnell wieder an meine außerirdische Herkunft erinnert hat. Denn auch ich bin aus dem Wissen entstanden, das die Wissenschaftler meines Herkunftsvolkes, den Oronen, einst in DNA-Speicher verpackt und hinaus ins Universum geschickt haben.
So ähnlich ist es jetzt hier auf der Erde offensichtlich den Forschern des neuen Volk, dem ich inzwischen angehöre, gelungen.
Mit dem Unterschied, dass die Oronen die Information zusätzlich in den verschiedenen Isotopen der einzelnen Atome der Erbsubstanz-Bausteine abgespeichert haben, was die Speichersubstanz noch einmal um ein vielfaches verkleinert hat. Diese Isotopen-DNA-Speicher sind dann in sogenannte Vektoren gepackt worden, die das in ihnen abgelegte Wissen einer untergegangenen Welt - und meine Erbsubstanz - beim Auftreffen auf fremden Planeten in die Erbsubstanz der dort lebenden Wesen infiltrieren konnten.
Diese "Saat" ist hier auf der Erde seit langem am Aufgehen - und vielleicht gleichzeitig auf anderen Planeten. Aber in dieser "Saat" liegt noch mehr verborgen, viel mehr.
Und nicht nur Segensreiches. Denn mit mir ist Kerlog hier eingetroffen. Doch was noch schlimmer ist: zusammen mit seiner Geliebten.
Die digitale Welt ist eine Welt aus Nullen und Einsen, den sogenannten Bits (binary digits). Und so wird sie auch abgespeichert. Egal ob auf einer CD, einem Laufwerk oder einem Magnetband. Und diese Speicher können auf immer kleinerem Raum immer mehr dieser zwei Zeichen ablegen. Diese ungeheure Informationsdichte wäre aber nichts im Vergleich zu einem Speicher aus DNA. Das menschliche Genom zum Beispiel besteht aus etwa drei Milliarden Basenpaaren, demnach könnte man auf ihm drei Milliarden Bits unterbringen. Ganze drei Pikogramm (eine Billion Pikogramm entspricht einem Gramm) würde das wiegen.
Wissenschaftlern ist es jetzt gelungen, immerhin fünf größere MP-3-Dateien in DNA-Code umzuschreiben. Fehlerfrei. Eine mit dem bloßen Auge nicht erkennbare Menge Erbsubstanz, die in einem DNA-Sequenzierer wieder ausgelesen werden konnte.
Das gesamte gespeicherte riesige Wissen des CERNS würde gerade einmal 40 Gramm DNA-Speicher ergeben.
Montag, 11. Februar 2013
Samstag, 12. Januar 2013
Jetzt auch ein Leben zwischen Buchdeckeln
Traurig, meint Ihr? Ein Leben aus zweiter Hand so ein Leben zwischen Buchdeckeln? Wahrscheinlich habt Ihr recht. Aber ist das Leben aus "Fleisch und Blut" am Ende nicht auch nur eines, das in der Einsamkeit der Schaltkreise unserer Nervenzellen stattfindet? Und damit auch nur "beschreibend"; nur eine Vorstellung von dem, was in diesem Draußen vor sich geht.
Geschmacksache, also. Und in beiden Fällen Fantasy pur.
Apropos: Hier, in meinem neuen Zuhause, zwischen den Buchseiten strömt mir der Duft von Druckerschwärze und feinem Papier um die Nase. Der Duft, aus dem die großen Träume sind. Und dieses sanft schabende Geräusch in meinen Ohren, das entsteht, wenn Daumen und Zeigefinger meiner Leser die Seite vom noch Ungelesenen lösen - ungeduldig, um sie umzuschlagen, noch bevor der Sinn des letzten Satzes auf dieser Seite in den Schaltkreisen ihrer Nervenzellen angekommen ist.
Gänsehaut macht mir das.
Und dieses unbestimmte Gefühl, Teil eines ungeahnten, un"fass"baren Ganzen zu sein, lässt mich wohlig erschauernd auferstehen in der Gedankenwelt, in der "Fantasy" meiner Leser.
Und ich, Munin, die Eulenträgerin, die Schamanin erwache inmitten meines Sippenkörpers.
Geschmacksache, also. Und in beiden Fällen Fantasy pur.
Gänsehaut macht mir das.
Und dieses unbestimmte Gefühl, Teil eines ungeahnten, un"fass"baren Ganzen zu sein, lässt mich wohlig erschauernd auferstehen in der Gedankenwelt, in der "Fantasy" meiner Leser.
Und ich, Munin, die Eulenträgerin, die Schamanin erwache inmitten meines Sippenkörpers.
Freitag, 2. November 2012
Von Ewigkeit zu Ewigkeit
"... von Ewigkeit zu Ewigkeit ..."
Wer kennt ihn nicht diesen Satz.
"... per omnia saecula saeculorum ..."
Alles hat also einen Anfang und ein Ende: Von einer Ewigkeit in die nächste bedeutet, dass die erste endet, bevor die zweite sich uns öffnet.
Warum sich also etwas vorstellen, was keinen Anfang und kein Ende hat, wenn selbst die Ewigkeit sie hat?
Warum also nach dem letzten Geheimnis suchen, wenn es dieses doch gar nicht gibt, nicht geben kann, ja, wenn es nicht einmal gebraucht wird, um uns "selig" zu machen. Nicht einmal für die Hoffnung in der Welt braucht es einen Zustand ohne Anfang und ohne Ende.
Billionen Jahre soll das Universum noch bestehen, davon viele Milliarden Jahre lang in einem Zustand, der Leben ermöglicht.
Was mehr an Zeit sollte eine Ewigkeit ohne Anfang und Ende bieten können.
Wieviele Jahre wäre ein Mensch bereit zu leben: 1.000, 10.000 Jahre?
Egal wie lange. Schon 1.000 Jahre wären ihm eine Ewigkeit.
Per omnia saecula saeculorum.
Wer kennt ihn nicht diesen Satz.
"... per omnia saecula saeculorum ..."
Alles hat also einen Anfang und ein Ende: Von einer Ewigkeit in die nächste bedeutet, dass die erste endet, bevor die zweite sich uns öffnet.
Warum sich also etwas vorstellen, was keinen Anfang und kein Ende hat, wenn selbst die Ewigkeit sie hat?
Warum also nach dem letzten Geheimnis suchen, wenn es dieses doch gar nicht gibt, nicht geben kann, ja, wenn es nicht einmal gebraucht wird, um uns "selig" zu machen. Nicht einmal für die Hoffnung in der Welt braucht es einen Zustand ohne Anfang und ohne Ende.
Billionen Jahre soll das Universum noch bestehen, davon viele Milliarden Jahre lang in einem Zustand, der Leben ermöglicht.
Was mehr an Zeit sollte eine Ewigkeit ohne Anfang und Ende bieten können.
Wieviele Jahre wäre ein Mensch bereit zu leben: 1.000, 10.000 Jahre?
Egal wie lange. Schon 1.000 Jahre wären ihm eine Ewigkeit.
Per omnia saecula saeculorum.
Mittwoch, 31. Oktober 2012
Allerheiligen - Halloween: den Kelten geklautes Fest
Allerheiligen - Halloween - Samhain. Wo für uns das Jahr endet, begann es für die Kelten. Die Natur stirbt, und dieses Vergehen hat den Keim des neuerlichen Wachsens in sich.
Der "Vollmond des Jägers", der Nebelmond, der 11. Vollmond des Jahres ist das. An diesem Tag tritt der dunkle Gott Samhain seine Herrschaft an. Er tötet den Sonnenhirsch und raubt dessen Frau. Sie wird zur schwarzen Göttin Morrigan.
Erst im Zuge der Christianisierung wurde das Fest auf die Nacht vom 31.10. auf den 01.11 gelegt – vom Mondkalender auf den Sonnenkalender. Aus dem Herrschaftsbereich des Weiblichen in den des Männlichen.
Und das war bei Weitem nicht die einzige Geschichtsklitterung dieser Männer-Macho-Religion: Das Christentum hat alles ausgemerzt, was ihm nicht passte, dämonisiert, was sich nicht so einfach aus der Welt schaffen ließ, und hat alles andere einfach adaptiert.
Der dunkle Gott Samhain herrscht bis zur Wintersonnenwende, an der das Licht zurückkehrt. Die Christen haben auch dieses Fest adaptiert und die Geburt des Gottessohnes dort hingelegt.
Mit dieser fremden Religion haben wir Kelten und Germanen verlernt, auf die Natur zu achten, sie zu verehren.
Diese Religion hat vielen von uns den schamanischen Blick auf die Welt geraubt und das Wissen um die Macht und die Kraft derer, die vor uns gelebt haben, die unsere Wurzeln, unser Sippenkörper sind.
"Wir stehen auf den Schultern von Giganten." Isaak Newton, Einstein. Die großen Schamanen wussten es noch: Sie hatten ihren Erfolg der unermüdlichen Vorarbeit vieler, vieler Mitstreiter zu verdanken haben.
Mein Wunsch zu Samhain, zu Halloween: Dass wir in dieser Nacht, in der die Schleier zwischen den Welten dünner sind als sonst im Jahr, uns wenigsten an das eine erinnern: Dass wir nichts wären ohne die mächtigen Wurzeln, aus denen wir gewachsen sind.
Freitag, 26. Oktober 2012
Obama und Romney: zwei Scharlatane
Obama oder Romney, wer soll Präsident der USA werden? Schamanen sind sie beide nicht, auch wenn sie sich beide wohl dafür halten. Wunderheiler sind sie, das ist diese Sorte von Scharlatanen, bei denen nicht der Patient im Mittelpunkt steht, sondern der Scharlatan selbst - als Selbstdarsteller. Und weil sie keine Macht über die Geister und Ahnen haben, brauchen sie die Macht über ihre Patienten. Mein Meister sagt, das sei gefährlich, weil es nur einem nütze: dem Wunderheiler, während der, der zu ihm kommt, um von ihm Hilfe zu erlangen, nicht nur krank bleibt, sondern vielleicht noch kranker wird von ihren Weisheiten. Und sie nehmen Geld für das, was sie tun, beziehungsweise nicht tun.
Ein wahrer Schamane aber nimmt kein Geld. Er ist der selbe Bauer oder Handwerker wie die, die er heilt, und lebt unter ihnen und mit ihnen. Romney hat noch nie unter den Menschen gelebt. Als Sohn reicher Eltern und Ehemann einer noch reicheren Frau ist er immer nur wie ein Fettauge auf der Gesellschaft geschwommen. Ein Schamane aber, weil er eben zwischen allen lebt, ist geborgen in diesem Gebilde, das mein Meister »Sippenkörper« nennt.
Und Obama? Vielleicht hätte er ein Schamane sein können, wenn die anderen ihm ein Sippenkörper hätten sein wollen.
Doch dort drüben, wo alle sich gegenseitig ein Freund sein wollen, sind sich stattdessen alle die Fremden geblieben, als die sie irgendwann - entwurzelt von ihrer Heimat - in diesem Land angekommen sind. Geld hält dort alles zusammen, deshalb reden sie so gern darüber - weil sie vergessen haben, dass Geld die Menschen entzweit.
Denn Geld, es ist die Währung für Erfolg. Und daran glaubt dort drüben zwar jeder. Aber Erfolg entzweit. Denn für jeden stehen Sterne am Himmel, wohl war, aber nicht jeder kann sich dort einen herunterholen. Auch in einer Affenherde kann immer nur einer der Boss sein, und solange er der Boss ist, bleibt diese Position für alle anderen nur ein Traum. Ich nenne das den Prinz-Charles-Effekt: Der bleibt solange der schöne, junge, verwunschene Prinz, solange seine Mutter noch aufrechten Hauptes die Krone tragen kann.
Das wissen die dort drüben bestimmt, aber um es begreifen zu können, sehen sie zuviel Fernsehen. Und »in diesem Fernsehen« laufen nun einmal nur die herum, die es geschafft haben, und lügen dort denen, die es nicht geschafft haben, immer und immer wieder vor, dass sie es nur n o c h nicht geschafft haben. Und keiner wagt die Frage auch nur zu denken, wann etwa ein Letterman endlich seinen Platz einem der unzähligen wartenden Träumer räumt.
Armes Volk - und arme Welt, die sich das Leben dort drüben mehr und mehr zum Vorbild nimmt.
Also egal ob Obama oder Romney. Leider.
Ein wahrer Schamane aber nimmt kein Geld. Er ist der selbe Bauer oder Handwerker wie die, die er heilt, und lebt unter ihnen und mit ihnen. Romney hat noch nie unter den Menschen gelebt. Als Sohn reicher Eltern und Ehemann einer noch reicheren Frau ist er immer nur wie ein Fettauge auf der Gesellschaft geschwommen. Ein Schamane aber, weil er eben zwischen allen lebt, ist geborgen in diesem Gebilde, das mein Meister »Sippenkörper« nennt.
Und Obama? Vielleicht hätte er ein Schamane sein können, wenn die anderen ihm ein Sippenkörper hätten sein wollen.
Doch dort drüben, wo alle sich gegenseitig ein Freund sein wollen, sind sich stattdessen alle die Fremden geblieben, als die sie irgendwann - entwurzelt von ihrer Heimat - in diesem Land angekommen sind. Geld hält dort alles zusammen, deshalb reden sie so gern darüber - weil sie vergessen haben, dass Geld die Menschen entzweit.
Denn Geld, es ist die Währung für Erfolg. Und daran glaubt dort drüben zwar jeder. Aber Erfolg entzweit. Denn für jeden stehen Sterne am Himmel, wohl war, aber nicht jeder kann sich dort einen herunterholen. Auch in einer Affenherde kann immer nur einer der Boss sein, und solange er der Boss ist, bleibt diese Position für alle anderen nur ein Traum. Ich nenne das den Prinz-Charles-Effekt: Der bleibt solange der schöne, junge, verwunschene Prinz, solange seine Mutter noch aufrechten Hauptes die Krone tragen kann.
Das wissen die dort drüben bestimmt, aber um es begreifen zu können, sehen sie zuviel Fernsehen. Und »in diesem Fernsehen« laufen nun einmal nur die herum, die es geschafft haben, und lügen dort denen, die es nicht geschafft haben, immer und immer wieder vor, dass sie es nur n o c h nicht geschafft haben. Und keiner wagt die Frage auch nur zu denken, wann etwa ein Letterman endlich seinen Platz einem der unzähligen wartenden Träumer räumt.
Armes Volk - und arme Welt, die sich das Leben dort drüben mehr und mehr zum Vorbild nimmt.
Also egal ob Obama oder Romney. Leider.
Montag, 22. Oktober 2012
Willkommen auf meinem Blog
Hallo,
mein Name ist Munin Wenders.
Nur die wenigsten der Menschen, die mich kennen, nennen mich "die Eulenträgerin". Denn nur wenige wissen, dass ich über besondere Kräfte verfüge - und dass ich deshalb mit meinen beiden Eulen fliegen kann. Durch die Nacht - manchmal bis zum Ende der Welt.
Für alle anderen bin ich aber einfach nur die, die ich irgendwann beschlossen habe zu sein:: eine junge Frau, die einst im Dschungel von Kolumbien zur Welt gekommen und dort aufgewachsen ist - als Sohn einer Indianerin und eines Fremden - und die zwölf Jahre später mit einem anderen Fremden, der auf der Suche nach seiner Göttin war, nach Andalusien gezogen ist.
Wie und warum aus einem jungen indogenen Schamanen eine moderne junge Frau geworden ist, ist das eine Thema der Geschichte, die ich aufgeschrieben habe. Und bestimmt können Sie sich vorstellen, dass für jemanden wie mich, der sich, weil ein sowohl als auch von den Mitmenschen nicht akzeptiert wird, hat entscheiden müssen, ob er Mann oder Frau sein wollte, Sexualität kein reines Honiglecken sein konnte.
Ob es diese Probleme um Liebe und Lust allein aber Wert gewesen wären, ein Buch darüber zu schreiben, wage ich zu bezweifeln.
Aber da gibt es noch etwas anderes, etwas Dunkles in meinem Leben - und im Leben der Menschen, unter denen ich lebe. Und dieses Dunkle wird die Welt in die Verdammnis werfen, wenn ich nicht jene hellen Mächte finde, die dies verhindern können.
mein Name ist Munin Wenders.
Nur die wenigsten der Menschen, die mich kennen, nennen mich "die Eulenträgerin". Denn nur wenige wissen, dass ich über besondere Kräfte verfüge - und dass ich deshalb mit meinen beiden Eulen fliegen kann. Durch die Nacht - manchmal bis zum Ende der Welt.
Für alle anderen bin ich aber einfach nur die, die ich irgendwann beschlossen habe zu sein:: eine junge Frau, die einst im Dschungel von Kolumbien zur Welt gekommen und dort aufgewachsen ist - als Sohn einer Indianerin und eines Fremden - und die zwölf Jahre später mit einem anderen Fremden, der auf der Suche nach seiner Göttin war, nach Andalusien gezogen ist.
Wie und warum aus einem jungen indogenen Schamanen eine moderne junge Frau geworden ist, ist das eine Thema der Geschichte, die ich aufgeschrieben habe. Und bestimmt können Sie sich vorstellen, dass für jemanden wie mich, der sich, weil ein sowohl als auch von den Mitmenschen nicht akzeptiert wird, hat entscheiden müssen, ob er Mann oder Frau sein wollte, Sexualität kein reines Honiglecken sein konnte.
Ob es diese Probleme um Liebe und Lust allein aber Wert gewesen wären, ein Buch darüber zu schreiben, wage ich zu bezweifeln.
Aber da gibt es noch etwas anderes, etwas Dunkles in meinem Leben - und im Leben der Menschen, unter denen ich lebe. Und dieses Dunkle wird die Welt in die Verdammnis werfen, wenn ich nicht jene hellen Mächte finde, die dies verhindern können.
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