Immerhin.
Ihr versteht nur Bahnhof? Dann wäre meine Message angekommen, denn das, was heute, am 1. November, in Kraft getreten ist, ist wieder einmal ein Gesetz der Marke "Durchgangsbahnhof": keine Richtungsänderung, höchstens ein kurzes hastiges Anhalten, um in derselben Richtung die Fahrt unbeirrt wieder fortzusetzen.
Anstelle des Eintrages "intersexuell" oder "Drittes Geschlecht" bleibt das entsprechende Feld also einfach frei. Die Überlegung, die offensichtlich dahintersteht: Der "betroffene" Mensch könne ja später seine Zugehörigkeit zu einem der beiden "amtlichen" Geschlechter frei wählen.
Immerhin.
Denn immer noch entscheidet - bis heute - viel zu oft der Arzt über das Schicksal der "Betroffenen" und hat dabei die Eltern schnell überzeugt von der herrschenden Lehrmeinung: Ein so überflüssiger wie überzähliger Penis ist da schneller abgeschnitten als andere Maßnahmen zu ergreifen, die das männliche Geschlecht auf Kosten des weiblichen bevorzugen würden.
Jetzt darf das also von Amts wegen der Betroffene selbst entscheiden. Wenn die beiden Hürden "Arzt" und "Eltern" sich freiwillig aus seinem Lebensweg geräumt hätten. Denn die dürften weiterhin - zumindest ist mir Gegenteiliges nicht bekannt, "der Natur auf die Sprünge helfen".
Dass sich aber der der Lehrmeinung entkommene "Betroffene" scheinbar dann doch irgendwann zwischen den beiden Geschlechtern entscheiden muss, ist für mich der klare Beleg dafür, dass da ein Gesetz mit möglichst wenig Durchschlagskraft und ohne groß Wellen zu schlagen einfach "durchgewunken" wurde.
Trotzdem werde ich mir ein Glas Sekt darauf genehmigen.
Und der Übergang von den Schreckgespenstern des Halloween hin zu den Heiligen und Gerechten aller Zeiten soll mir dabei ein positives Zeichen sein.
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