Manchmal könnte man verzweifeln an den Problemen dieser Welt. Kriege dort, Hungersnöte da, Erdbeben dort ... und das Gefühl zu klein und unbedeutend zu sein, um dagegen etwas ausrichten zu können.
Vielleicht ist es ja aber auch nur die Perspektive, von der aus wir die Welt betrachten, beziehungsweise aus der sie uns näher gebracht wird. Speziell von den Medien. Und es bricht über uns herein - und lähmt uns.
Was mich an den Tag erinnert, an dem ich, das Kind aus dem Dschungel, in der Sierra Nevada zum ersten Mal auf Skiern gestanden bin. Mark hat mich einen steilen Hang hinter unserer Berghütte hinaufgejagt. Da bin ich dann gestanden, den starren Blick auf die Hütte gerichtet, die weit unten und doch so bedrohlich nah vor mir gelegen ist. Ein großes und viel zu hartes Hindernis., das meine Skier magisch anzuziehen schien.
"Fang mit einem Pflug an, und dann mach den nächsten in die andere Richtung." Das war Marks Vorschlag. Ich stand aber weiterhin nur da und deutete unsicher auf die Hütte.
"Aber ...". Mehr brachte ich nicht heraus.
"Die Hütte hat dich nicht zu interessieren. Konzentriere dich immer nur auf die drei Meter vor dir!"
Der Rest war ein Kinderspiel. Nun ja, fast ein Kinderspiel.
Vielleicht sollten wir auf diese Weise auch "die Welt retten". Immer genau die nächsten drei Meter im Blick. Und in diesem überschaubaren Radius die Probleme erkennen und lösen helfen. Mit Menschen zusammen, deren Radien sich mit dem eigenen überlappen.
Und schnell werden wir Glieder einer Kette, einer " Lichterkette", die am Ende Hoffnung ins Dunkel bringt, bis in den letzten Winkel der Welt.
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